Entwicklungshilfe für Lernmodul

WIR brauchen EUCH! Das HDS sucht Solo-Selbstständige, die gemeinsam mit uns etwas bewegen wollen. Zur gemeinsamen Entwicklung eines Lernmoduls laden wir euch am 27. März 2024 digital ins HDS ein.

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Teilnehmer*innen für Fokusgruppen gesucht

Unter dem Leitmotiv „Gute Arbeit für Solo-Selbstständige“ will das HDS Solo-Selbstständige und ihren Vertreter*innen zusammenbringen und an politischen Lösungen arbeiten. Das geht aber nicht ohne eure Hilfe.

Was bedeutet 'Gute Arbeit' für dich?

Ein Statusbericht über den Beginn einer längeren und genauen Befragung von Solo-Selbstständigen und Interessenvertretungen. 

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Umfrage abgeschlossen – Scheinbar unvereinbar

von Haus der Selbstständigen,
veröffentlicht am 3. November 2021
3. November 2021 |
von Haus der Selbstständigen |

Einblick in den Hausbau: Baustein Konflikt und Konfliktbearbeitung


Honorar- und Preisverhandlungen, Nacharbeiten, Reklamationen und Beschwerden, schwierige Kund*innenwünsche und lange Entscheidungsprozesse, Zahlungsverzögerungen und Diskussionen um Buy-outs. Solche und weitere Situationen kennen die meisten Solo-Selbstständigen. Der berufliche Alltag ist leider nicht immer frei von Konflikten und Streitigkeiten.

Let’s agree to disagree

Englisches Sprichwort

HDS Baustelle

Wenn wir erklären, dass wir mit unserer Arbeit im HDS die Interessenvertretung von Solo-Selbstständigen stärken möchten, klingt das für die meisten Menschen erst einmal ganz gut, aber doch hinlänglich unklar, was das eigentlich konkret bedeutet. Am besten können wir das an den Themen erklären, mit denen wir uns im Haus – immer im Dialog mit euch befassen. Eine unserer wichtigsten Baustellen ist einleitend angesprochen: Konflikte zwischen Solo-Selbstständigen und ihren Auftraggeber*innen. Denn: Konflikte entstehen dort, wo unvereinbar erscheinende Wahrnehmungen, Werte, Ziele oder Interessen aufeinandertreffen. Soweit die Theorie – in der Praxis, vor allem im Arbeits- und Wirtschaftsleben von Solo-Selbstständigen, können sich Streitigkeiten in vielfältigen Situationen ergeben. Hier wollen wir mehr erfahren und fragen nach.

Wir fragen nach

Dafür brauchen wir euch und eure Erfahrungen! Wir führen eine Kurzumfrage zum Thema „Konflikte und Konfliktbearbeitung“ zwischen Solo-Selbstständigen und ihren Auftraggeber*innen durch. Darin fragen wir, wo es zu Konflikten und Streitigkeiten kommt, wie sie gelöst oder warum sie auch nicht gelöst werden. Wir sind sehr dankbar für eure Mitwirkung, denn nur so können wir zielgenaue Lösungen entwickeln.

Mit der Umfrage richten wir uns an alle haupt- und nebenberuflich tätigen Solo-Selbstständigen und ihre Auftraggeber*innen – in jeder Branche und Berufsgruppe. Die Umfrage ist bis zum 30.11.2021 online zugänglich, die Beantwortung der Fragen dauert etwa 15 Minuten. Eure Antworten liefern dem HDS wichtige Erkenntnisse für unsere Forschung und praktische Arbeit.

Konflikte und Interessen

Im HDS interessieren wir uns mit Blick auf Möglichkeiten der Konfliktlösung besonders für solche, Konflikte außerhalb von staatlichen Gerichten zu lösen. Denn es gibt verschiedene alternative (außergerichtliche) Verfahren der Streitbeilegung.

Menschen in eskalierenden Konflikten haben die unterschiedlichsten Bedürfnisse. (…) Zwei Bedürfnisse jedoch haben konfliktbetroffene Menschen in der Regel gemeinsam: Sie wollen ihren Konflikt auf eine Art und Weise beilegen, die funktioniert und sie wollen in einer Konfliktlösung ihre Interessen verwirklicht sehen.

Dr. Felix Wendenburg, Co-Leiter des Kernbereichs Wirtschaft am Institut für Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), 2015 [1]

Zu den bekannteren außergerichtlichen Möglichkeiten der Streitbeilegung zählen die Mediation und die Schlichtung. Das Interessante gerade an diesen Verfahren ist: Es geht nicht um das Recht oder Unrecht der einen oder anderen Position im Licht der geltenden Gesetze, womit es immer eine*n Gewinner*in und eine*n Verlierer*in gibt. Bei der Mediation oder Schlichtung geht es vielmehr darum, die Interessen der Beteiligten in den Mittelpunkt zu stellen und eine interessengerechte Lösung zu finden. Im Idealfall gibt es hier also nur Gewinner*innen. Das klingt großartig und das ist es auch – wenn es funktioniert.

Wir fragen weiter

Doch für Solo-Selbstständige und ihre Auftraggeber*innen scheint es nicht so leicht, den Schritt in ein solches Verfahren zu gehen. Das liegt sicherlich auch daran, dass dieser Schritt – trotz der unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interessen – das gemeinsame Interesse an der Konfliktlösung voraussetzt. Doch wir wollen auch hier genauer nachfragen und mit unserer Umfrage erfahren, warum ihr euch entschließt, so oder so mit einem Konflikt umzugehen: ihn nicht einzugehen, sich mit Kolleg*innen auszutauschen oder beraten zu lassen, ein Verfahren wie die Mediation oder Schlichtung zu wählen oder doch gerichtlich vorzugehen.

Wir brauchen euch!

Wie immer brauchen wir euch! Denn nur ihr könnt uns genau sagen, wie das Konfliktfeld in der Arbeitswelt der Solo-Selbstständigkeit genau aussieht, welche Erfahrungen ihr macht, wo ihr Probleme und auch Potenziale seht. Wir sind gespannt auf eure Antworten (die Auswertung teilen wir natürlich mit euch hier im BLOG)!


Weiterführende Links


[1] Wendenburg, Felix (2015): Zum Umgang mit Machtungleichgewichten in der Mediation – Problemaufriss und Regelungsvorschlag, in: KritV, CritQ, RCrit. Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft / Critical Quarterly for Legislation and Law / Revue critiqe trimestrielle de jurisprudence et de législation, Vol. 98, No. 1 (2015), S. 33-48, S. 34.

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