Wie leben und arbeiten SoloS in Leipzig?

Eine neue Analyse eröffnet interessante Einblicke in Arbeits- und Lebensbedingungen von rund 30 Tsd. Solo-Selbstständigen in der Messestadt.

Interessant!

HDS goes re:publica

„Sonnengruß im digitalen Kapitalismus - Einblick in einen sich verändernden Markt“: Wir diskutierten, vor welchen Herausforderungen Interessensorganisationen im digitalen Kapitalismus stehen und auf welche Weise Solo-Selbstständige davon betroffen sind.

Ein Rückblick

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Welche Bildungskonzepte helfen? Wir entwickeln sie mit euch!

von Rina Depperschmidt,
veröffentlicht am 11. April 2022
11. April 2022 |
von Rina Depperschmidt |

Innovative Qualifizierungsangebote für Solo-Selbstständige …


Wir riefen alle Solo-Selbstständigen im Januar zur Workshop-Reihe „Entwicklung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsformaten von Solo-Selbstständigen“. Ziel dieses Formates ist es, inhaltliche Bildungsbedarfe und Lücken nach dem Prinzip „von Selbstständigen für Selbstständige“ in der Community zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln. Die GAB München, Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung, wurde damit beauftragt, in partizipativen und offen angelegten Workshops einen Rahmen dafür zu gestalten.

Die Resonanz der Anmeldezahlen überraschte uns sehr. Es scheint, dass euch das Thema am Herzen liegt. Aufgrund der hohen Nachfrage planten wir deshalb zwei Gruppen, von denen die erste bereits im Februar die Arbeit aufnahm. Dieses „Entwicklungsteam“ besteht aus Solo-Selbstständigen, die in fünf Workshops, teilweise online, teilweise in Präsenz in Leipzig, Erfahrungen aus ihren eigenen Solo-Selbstständigkeiten einbringen, um zunächst in einen offenen Prozess in Richtung Bildungskonzepte zu starten. Die zweite Gruppe, die im Juli beginnt, umfasst Solo-Selbstständige, die bereits Erfahrung in der Interessensorganisation oder Beratung von Solo-Selbstständigen machten.


Am 31. März 2022 endlich live

Zusammen mit Workshopleiterin Elisa Hartmann belebten die Entwicklungsteams das HDS endlich mal wieder abseits des digitalen Austauschs. In verschiedenen Kleingruppen, den „Ideenschmieden“, wurde getüftelt, diskutiert und konstruiert. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den letzten Onlineworkshops, dockten die Teilnehmer*innen an bisherigen Denkstränge an und diskutierten bspw. die Fragen: „Was hätte ich zu Beginn meiner Solo-Selbstständigkeit gerne gewusst, was ich heute weiß?“ und, „Wie habe ich mir in diesen Situationen geholfen oder helfen lassen? Wo bin ich vernetzt und warum?“.

Eine andere Gruppe schaute sich konkrete Austausch- und Weiterbildungsformate an. Hier waren sich alle einig: Angebote gibt es zuhauf. Nun gilt es herauszufinden, warum bestehende Angebote nicht wahrgenommen werden; was Weiterbildungen und Austauschformate erst attraktiv macht und nicht zuletzt, wie hier Qualitätssicherung vorgenommen werden kann und sollte. Mit einem Augenzwinkern in Richtung der HDS-Mitarbeiterin präsentierte die Arbeitsgruppe anschließend eine kleine Bedarfsliste mit Hinweisen darauf, wo sie sich vom Haus der Selbstständigen Unterstützung wünschen.

Viel tiefer als erwartet

Viel Wert wurde von den Workshopleiterinnen auf Raum für Selbstreflexion gelegt. Vor allem in den ersten Treffen führten bspw. Fragen wie: „Welche Rolle spielt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit? Wie gestaltet man die Work-Life-Balance richtig und was nützt es, sich zu vernetzen?“, zu einem sehr regen Austausch untereinander. Und wieder einmal wurde klar, dass bestimmte Herausforderungen der Solo-Selbstständigkeit nicht an Branchengrenzen halt machen. Ein Teilnehmer spiegelt wider: „Ich war in den Tagen danach viel sensibler für unterschiedliche Kompetenzen, die ich im Alltag brauche. Ich spürte mehr Bewusstsein für die Trennung verschiedener Aufgaben – ‚Jetzt bin ich in der Rolle des Projektmanagers, jetzt in der des Musikers‘ – diese Klarheit half mir, mich zu strukturieren.“  Eine andere Stimme ergänzt: „Durch die Reflexion wurde einem überhaupt erst bewusst, was man sonst so selbstverständlich leistet, aber dadurch auch, wo eigene Belastungsgrenzen liegen und an welchen Stellen man sich durch Kooperationen oder Zusammenarbeit auch Entlastung schaffen könnte.“

Diese Feedbacks sagen uns, was gebraucht wird. Wir befinden wir uns in einem offenen und iterativen Prozess und bleiben gespannt, wohin er uns führt.

Wir werden euch hier weiterhin am Prozess teilhaben lassen und freuen uns über eure Kommentare und Hinweise.

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